Septumdeviation

Eine Septumdeviation oder Verbiegung de Nasenscheidewand ist eine Fehlbildung in der Nase. Sie kann sowohl vererbt sein als auch durch einen Unfall hervorgerufen werden. Die Nasenscheidewand trennt die rechte von der linken Nasenhaupthöhle, beginnt vorne am Nasensteg und endet an der Grenze zum Nasenrachen. Eine Verkrümmung kann auch mal durch einen Nasenbeinbruch hervorgerufen werden. Dabei kann sogar die Nasenscheidewand brechen. Dann spricht der Mediziner von einer Septumfraktur.

Symptome 

Das Hauptsymptom der Nasenscheidewandverbiegung ist die behinderte Nasenatmung. Betroffene berichten oft, dass sie durch das eine oder sogar durch beide Nasenlöcher zu wenig Luft bekommen. Bei vielen führt das auch zum Schnarchen. Durch die Behinderung der Nasenatmung entsteht automatisch eine vermehrte Atmung durch den Mund. Dabei fällt die Klimafunktion der Nase komplett aus und es entstehen häufiger Rachen- und Kehlkopfentzündungen mit Halsschmerzen und Heiserkeit.

Septumdeviation und Nasennebenhöhlenentzündung

Wie kann es nun bei einer Septumdeviation zu wiederkehrenden Entzündungen der Nasennenbenhöhlen kommen?  Durch die Verlegung einer Nasenhaupthöhle wird automatisch die dahinterliegende Nasennebenhöhle nicht richtig belüftet. Sekret, das in der Nebenhöhle gebildet wird, kann nicht richtig abfließen und somit entstehen immer wieder kleine Infektionen, die sich zu einer chronischen Sinusitis aufschaukeln können.

Therapie: Die Nasenscheidewand – OP

Das einzige Mittel der Therapie einer verbogenen Nasenscheidewand (Septumdeviation) ist die Operation. Dabei wird die Verkrümmung beseitigt, indem der erfahrene Operateur bestimmte Fehlstellungen entfernt oder durch gekonnte Schnittführung entlastet und somit begradigt. Die Operation kann sowohl ambulant als auch stationär durchgeführt werden. Der Krankenhausaufenthalt dauert in der Regel 2-3 Tage. Daran schließt sich eine ambulante Nachbehandlung an. Damit es zu keiner Einblutung in die frisch operierte Nasenscheidewand kommt, wird sie innerlich mit Silikonfolien geschient und die Nase wird für einen Tag leicht antamponiert. Die Tamponade ist für Betroffene der Haupthinderungsgrund für eine Operation.  In vielen Fällen kann man sie vermeiden, jedoch riskiert man Komplikationen nach der Operation. Viele Operateure tamponieren heute nur noch maximal einen Tag – was in den meisten Fällen komplett ausreicht.

Verhalten nach der Operation

Auf Schnäuzen der Nase sollte 2 Wochen nach der Operation verzichtet werden, danach kann zart begonnen werden. Des weiteren sollte man auf eine intensive Nasenpflege achten. Dazu gehört neben einer regelmäßigen Nasendusche auch eine spezielle Nasenemulsion oder Nasensalbe.  Näheres erfahren Sie in meinem Ratgeber „In 3 Schritten zur gepflegten Nase“

Alternative zur Septumoperation ?

Ist die Nasenscheidewand massiv verbogen, gibt es keine Alternative. Bei kleineren Verkrümmungen kann eine Operation der Nasenmuscheln ausreichend sein. Diese kann sogar in lokaler Betäubung und garantiert ohne Nasentamponade erfolgen. Ob diese Operation für Sie eventuell in Frage kommt, können Sie selbst ganz einfach testen:

Sprühen Sie sich normales Nasenspray in beide Nasenlöchern. 3-4 Hub je Seite. Reicht ihnen dann die Luft durch die Nase, dann kann die Verkleinerung der Nasenmuscheln bereits ausreichend sein.