Muschelhyperplasie

Die Nasenmuschelhyperplasie ist eine Vergrößerung meist der unteren Nasenmuscheln.  An den Seitenwänden im Innern der Nase finden sich die Nasenschmuscheln. Durch wiederkehrende Entzündungen, chronischem Reiz (Nasenspray – Sucht, Staub u.v.m.)  oder eine Allergie kann es zu einer Vergrößerung der Nasenmuscheln kommen. Sie tritt oft gemeinsam mit einer Verbiegung der Nasenscheidewand auf (Septumdeviation) und ist eine der Hauptursachen für eine ständig verstopfte Nasen. Natürlich kann eine Muschelhyperplasie auch angeboren sein.

Die Nasenmuscheln sind nicht zum ärgern da, sondern erfüllen eine überaus wichtige Funktion. Sie vergrößern die Oberfläche der Nasenschleimhaut, Reinigen die Atemluft und sorgen für die optimale Befeuchtung und Erwärmung der Luft. Ist die Nasenschleimhaut geschädigt, weil sie zum Beispiel zu trocken ist, reagieren die Nasenmuscheln mit einer Oberflächenvergrößerung und schwellen an. In der Schwangerschaft führt die hormonelle Umstellung zum Anschwellen aller Schleimhäute und sehr oft geht dann auch die Nase zu.

Symptome

Die Symptome einer Nasenmuschelhyperplasie sind behinderte Nasenatmung, wiederkehrende Infekte, Rachen- und Kehlkopfentzündung mit Halsschmerzen und Heiserkeit. Im hinteren Teil der Nase schließt sich der Nasenrachen an. Dort beginnt die Eustach´sche Röhre, die den Nasenrachen mit dem Mittelohr verbindet. Ist die Nasenatmung verlegt oder zu, kann es somit auch zu einem Druck im Ohr kommen. Viele von Ihnen werden dieses Phänomen vom Fliegen kennen, wenn die Ohren zufallen und nicht mehr aufgehen. Betroffene, die unter einer Muschelhyperplasie leiden, haben diese Symptome verstärkt. Nicht selten leiden Sie auch unter wiederkehrenden Mittelohrentzündungen.

Therapie

Bei einer Muschelhyperplasie kann eine intensive Nasenpflege nach unserem speziellen Schema Linderung verschaffen. Tritt nach 4-6 Wochen der intensiven Nasenpflege in Verbindung mit einem kortisonhaltigen Nasenspray keine Besserung auf, so kann man die Nasenmuscheln operativ verkleinern.

Die Operation der Nasenmuscheln war bis vor einigen Jahren etwas aufwendig. In Narkose wurde ein oder mehrere Teile der unteren und eventuell auch der mittleren Nasenmuschel abgeschnitten. Dies führte zu starken Blutungen die mit Nasentamponaden gestoppt wurden. Zum Glück ist dieses Vorgehen nur noch in wenigen Fällen erforderlich.

Mittlerweile existiert ein Verfahren, welches in lokaler Betäubung oder in einer kurzen Vollnarkose innerhalb kürzester Zeit Abhilfe schaffen kann. Die Rede ist von der Radiofrequenztherapie oder Celon – Methode. Egal welches Gerät (Ob Celon oder ein anderer Mitanbieter) das Verfahren ist genial. Die Operation ist schmerzlos, ambulant, ohne Tamponade und wenn man will, kann man am nächsten Tag wieder arbeiten.

Nur in wenigen Fällen (starke körperl. Arbeit, Arbeit im Staub) schließt sich eine Krankschreibung an.

Tipp vom Facharzt:

In meiner Praxis führe ich die Methode seit Jahren erfolgreich durch. Ich kann bestätigen, dass es

  1. Nach der Operation keine Schmerzen gibt.
  2. Noch nie eine Nasentamponade notwendig war.
  3. Über 95 Prozent der Patienten mit dem Ergebnis zu Frieden sind:

In meinen Augen eine richtig tolle Methode!!!

Muschelhyperplasie