Arbeiter, Handwerker und Raucher leiden häufiger unter einer chronisch verstopften Nase

Eine chronisch verstopfte Nase oder Nasennebenhöhlenentzündung scheint es bei Handwerkern und Arbeitern häufiger zu geben als bei Büroangestellten!

Wie eine aktuelle Studie aus Dänemark zeigt, leiden vor allem Frauen, die als Handwerkerinnen oder Arbeiterinnen arbeiten, häufiger unter einer chronischen Nasennebenhöhlenentzündung oder unter einer ständig verstopfte Nase als Frauen, die im Büro als Angestellte arbeiten.

So sind nur knapp 5 % der weiblichen Angestellten davon betroffen, aber 9,3 % der Arbeiterinnen und Handwerkerinnen. Bei Männern scheint es keinen unterschied zu geben. Insgesamt wurden bei einer repräsentativen Erhebung etwa 5000 ähnliche Mitbürger im Alter von 20-65 Jahren befragt. Bei insgesamt 7,8 % der Teilnehmer sprachen die Angaben für eine chronische Sinusitis, bzw. chronische Nasennebenhöhlenentzündung. Das erstaunliche war, dass die Rate bei Rauchern doppelt so hoch war als bei Nichtrauchern.

Aus dieser Befragung geht also hervor dass eine chronische Rhinosinusitis bei Arbeiterinnen und Handwerkerinnen etwa 64 % häufiger auftaucht als bei weiblichen Büroangestellten.

Sind die betroffenen bei der Arbeit Stäuben, Gasen oder Rauch ausgesetzt dann ist die Häufigkeit ebenfalls erhöht, und zwar um fast das Doppelte!

Abschließend kamen die Forscher zu dem Ergebnis dass man eher durch Zigaretten rauchen unter einer chronisch verstopften Nase leidet, als durch den Arbeitsplatz bedingt.

Quelle:
Thilsing T et al. Chronic Rhinosinusitis and Occupational Risk Factors Among 20- to 75-Year-Old Danes—A GA2LEN-Based Study. Am J Ind Med 2012; DOI: 10.1002/ajim.22074