Ursache für Verstopfe Nase im Sommer

Wenn man im Sommer unter einer ständig verstopften Nase, ständigem Niesen und vielleicht auch einer Nasennebenhöhlenentzündung leidet, dann könnte eine allergische Komponente dafür verantwortlich sein.

Immer wieder kommt es vor, dass eine anscheinend normale „Sommergrippe“ nicht abheilen will. Die Beschwerden bestehen über Monate und selbst das zweite oder dritte „gut gemeinte“ Antibiotikum hilft einfach nicht, der Schnupfen geht einfach nicht weg und die verstopfte Nase geht einfach nicht auf.

Hier sollte man auch an eine Allergie denken. gerade in den Sommermonaten können Gräserpollen dafür verantwortlich sein. Die Saison für Gräser geht von Mai bis August und kann zu erheblichen Beschwerden führen. Die allergische Entzündung kann sowohl eine Nasennebenhöhlenentzündung als auch eine Bronchitis vortäuschen. Hier ist der Instinkt der HNO Arztes gefragt.

Als Allergie wird eine übermäßige Reaktion des Immunsystems auf einen eigentlich harmlosen Stoff (Allergen) bezeichnet. Das menschliche Immunsystem bekämpft eigentlich harmlose Substanzen aus der Natur und Umwelt, obwohl von ihnen keine Gefahr für die Gesundheit ausgehen.

Im ganzen Körper kann dies zu unterschiedlichen Entzündungen und somit zu den unterschiedlichsten Symptomen führen. Neben einem banalen Jucken in der Nase können auch Durchfälle oder starke Luftnot auf ein allergisches Geschehen hinweisen. Haut und Schleimhäute neigen dabei zu extrem starken Reaktionen.

Im Fall der Nase und der Nasennebenhöhlen führt dies zu einem starken Schnupfen, zu einer akuten Nasennebenhöhlenentzündung oder sogar zu einer chronischen Sinusitis. Jedes dritte Schulkind klagt bereits über allergische Beschwerden, wobei etwa 20-25 Prozent der erwachsenen Bundesbürger von Allergien betroffen sind.

Das Immunsystem von Allergikern arbeitet eigentlich genau so gut wie bei jedem gesunden Menschen. Es reagiert allerdings auf harmlose Reize mit einer übersteigerten Immunreaktion, da das Immunsystem diese als gefährlich einstuft.

Die genauen Ursachen eine Allergie und deren Entstehung sind noch nicht bekannt. Wir wissen jedoch, dass  bestimmte Umstände eine Allergieentstehung begünstigen.

Die Diagnostik eines allergischen Schnupfens umfasst neben der Anamnese eine endoskopische Untersuchung der Nasenhaupthöhle und des Nasenrachenbereiches.  Hierzu bedient sich der Hals- Nasen- Ohrenarzt kleinster Endoskope um die Beschaffenheit des Naseninnern zu beurteilen.

Ein Allergietest ist schnell gemacht und bereits nach 20 Minuten hat man die Sicherheit, die man braucht.  Aber leider sind Allergietests während der Saison nicht ratsam und oft nicht Aussagefähig. Daher sollte man einen bereits durchgeführten Allergietest im Herbst wiederholen. Dann kann man auch eine so genannte Provokationstestung durchführen.

Die einfachste Provokationstestung ist die nasale Provokation. Diese geschieht mit einem Nasenpray, welches eine Lösung des Allergens enthält. Dabei wird mit Hilfe der so genannten Rhinomanometrie die Nasendurchgängigkeit vor und nach der Provokation gemessen. Geht die Nase subjektiv und objektiv zu, dann hat man die Hauptbelastung gefunden und sollte diese auch Behandlen.

Die Behandlung einer allergischen Rhinitis (Heuschnupfen) reicht von der so genannten spezifischen Immuntherapie über die symptomatische Therapie bis hin zu alternativen Heilmethoden wie die Akupunktur oder Bioresonanztherapie.

Ihr Hals- Nasen- Ohrenarzt hilft ihnen dabei gerne weiter. Informieren sie sich noch heute!