Nasennebenhöhlenentzündung - Sinusitis

Bei Schmerzen im Gesicht kann es sich um eine Nasennebenhöhlenentzündung handeln!

Die Nasennebenhöhlenentzündung oder auch Sinusitis genannt ist eine der häufigsten Erkrankungen im HNO Gebiet. Die Ursachen einer Nebenhöhlenentzündung sind vielfältig. Sie reichen von einem akuten viralen Infekt, über bakterielle Infektionen bis hin zu anatomischen Varianten des Nasennebenhöhlensystems. Sie ist eine Entzündung der Schleimhäute in den Nasennebenhöhlen und gliedert sich noch in die akute und chronische Sinusitis. Von einer akuten Nasennebenhöhlenentzündung spricht man bei einem Zeitrahmen von der Infektion bis zur Heilung von einigen Tagen bis wenigen Wochen. Bei einem Schnupfen schwillt die Nasenschleimhaut an und die Eingänge zu den Nebenhöhlen werden verschlossen. Jetzt kann der Schleim aus den Nebenhöhlen nicht mehr abfließen und entzündet sich eitrig.

Treten Entzündungen der Nasennebenhöhlen mehr als vier mal im Jahr auf oder bestehen die Beschwerden länger als 3 Monate, dann spricht man von einer chronischen Nasennebenhöhlenentzündung.

Aufbau der Nasennebenhöhlen

Die menschlichen Nasennebenhöhlen sind ein komplexes Gebilde mehrerer Aussackungen der Nasenhöhle. Sie liegen hinter der äußeren Nase und zwischen den einzelnen Deckplatten mehrerer Schädelknochen. Man rechnet Sie den Atemwegen zu, da sie sowohl mit der Nase, als über den Rachen auch mit der Luftröhre, beziehungsweise den Bronchien verbunden sind. Es besteht des Weiteren eine Verbindung zum Mittelohr.

Die Nasennebenhöhlen – Welche gibt es?

Beim Menschen, wie bei vielen weiteren Säugetieren, gibt es die Kiefernhöhlen, die Stirnhöhle, die Keilbeinhöhle, die Siebbeinzellen, die Tränenbeinhöhle und die Gaumenhöhle.

Die Nasennebenhöhlen – Funktion

Die Entstehung der Nasennebenhöhlen hat evolutionäre Gründe. Mit dem Wachsen des Hirns übe die Jahrtausende musste der Schädel mitwachsen. Damit dabei nicht zu viel Gewicht durch große Knochenmengen entsteht, hat der werdende Mensch nach und Nasennebenhöhlen entwickelt, die sich in, beziehungsweise zwischen den Knochenplatten ausgebildet haben, um so überflüssiges Gewicht einzusparen. Die Nasennebenhöhlen sind dabei ausschließlich an solchen Knochen entstanden, die in der Regel weder Druck- noch Zugkräften ausgesetzt sind, und somit keine durchgehende Knochenstruktur benötigen. Vermutete man früher noch, dass die Nebenhöhlen auch als Resonanzkörper zur Stimmbildung dienen, ist diese These mittlerweile ausgeräumt. Die Durchtrittsstellen der Nasennebenhöhlen, zur inneren Nase hin, dienen des Weiteren zur Pneumatisierung, also Belüftung der Knochen im vorderen Schädel. Auch zum Abtransport von Fremdkörpern in den oberen Atemwegen dienen die Nasennebenhöhlen.

Die Nasennebenhöhlen – Aufbau und Funktion

Sämtliche Nasennebenhöhlen sind über enge Öffnungen, die so genannten Ostien, miteinander verbunden, und haben einen Zugang zur äußeren Nase, wie zum Innenohr und zum Rachen. Deswegen wirken sich Erkrankungen an einem Teil der Nebenhöhlen, des Ohrs, der Nase oder der Atemwege, auch häufig auf einzelne oder gar alle anderen Bereiche aus. Sowohl die Nasenhöhle, als auch die Nasennebenhöhlen sind mit einer Schleimhaut und darauf liegenden Flimmerhärchen ausgekleidet. Diese Flimmerhärchen bewegen sich, ähnlich einem Weizenfeld im Wind, gleichmäßig und transportieren so den gebildeten Schleim in Richtung Rachen. Im Schleim fangen sich eventuell eingeatmete Staub- und Schmutzpartikel, aber auch Blütenpollen und andere Fremdkörper. Durch die Bewegung der Flimmerhärchen werden diese abtransportiert und nach dem Schlucken in der Magensäure neutralisiert

 

Symptome der Nasennebenhöhlenentzündung

Betroffene klagen meist über einen starken Schnupfen, eine verstopfte Nase und mäßig bis starke Kopfschmerzen oder Zahnschmerzen. Wegen dem Symptom Zahnschmerzen stellen sich viele Patienten auch zunächst beim Zahnarzt vor. Bei chronischen Beschwerden steht die ständig verstopfte Nase, dumpfe Kopfschmerzen und eventuell ein ständiger Schleim im Rachen im Vordergrund. Viele berichten auch von einer Geruchstörung oder Geschmacksstörung.

Wiederholen sich die Entzündungen oder heilt die Entzündung nicht ab, dann kann es sich um eine chronische Sinusitis handeln und es sollte eine ausführliche Diagnostik betrieben werden. Diese reicht vom Allergietest bis zur Computertomographie der Nasennebenhöhlen. Man muss versuchen die Ursache zu finden und zu beheben.

Behandlung der Sinustis

Die Therapie einer akuten Sinusitis besteht in der Behandlung der akuten Entzündung. Hier können die verschiedensten Medikamente mit Erfolg eingesetzt werden. Neben abschwellenden Substanzen (Nasenspray) kommen auch Sekretlöser oder pflanzliche Präparate zum Einsatz. In vielen Fällen werden auch sehr gute Hausmittel oder homöopathische Medikamente zusätzlich gegeben. Bei eitrigen Sinusitiden kann ein Antibiotikum notwendig sein. Eine Operation ist bei der chronischen Sinusitis oft unumgänglich.